Nur wenige Schritte von Peleș entfernt
Status: kurzer Spaziergang von Peleș.
Einige Minuten zu Fuß bergauf von Peleș steht seine kleinere, sanftere Schwester: Pelișor, also „kleines Peleș". Es wurde zwischen 1899 und 1903 für den späteren König Ferdinand und seine Frau, Königin Marie, erbaut und stammt vom selben Architekten, Karel Liman. Doch während Peleș groß, repräsentativ und germanisch wirkt, ist Pelișor intim und modern — und gehört vor allem Marie. Die britische Prinzessin und Enkelin Königin Victorias prägte die Innenräume nach ihrem kühnen Jugendstil-Geschmack. Das Ergebnis fühlt sich weniger wie ein Palast an als wie ein sehr persönliches Zuhause.
Der Goldene Raum und Königin Maries Stil
Der Raum, den man nicht verpassen sollte, ist der Goldene Raum (Camera de Aur), Königin Maries eigene Schöpfung: geschnitzte, vergoldete Eichenwände, verziert mit der Distel, dem Emblem, das sie als persönliches Zeichen wählte. In anderen Räumen finden sich fließende Jugendstil-Linien, Wiener Möbel und zartes Glas von Tiffany und Lalique — eine ganz andere Welt als die Rüstungen und das dunkle Nussbaumholz nebenan. Planen Sie etwa 45 Minuten ein; Pelișor ist kleiner als Peleș, aber jeder Raum lohnt einen ruhigen Blick.
Das private Herz der königlichen Familie
Auch hier verbrachte Königin Marie ihre letzten Jahre, und hier starb sie 1938. Sie liebte diesen Ort so sehr, dass ihr Herz — nach einer langen Reise durch die wechselnden Grenzen Rumäniens im 20. Jahrhundert — heute in Pelișor ruht, in genau dem Raum, in dem sie starb: ein still bewegender Abschluss der Geschichte einer britischen Prinzessin, die ganz rumänisch wurde.
So kombinieren Sie Pelișor mit Peleș
Pelișor lässt sich leicht mit einem Besuch von Peleș verbinden: Es liegt auf demselben königlichen Anwesen und ist über einen kurzen Spaziergang durch die Anlagen erreichbar. Es benötigt ein eigenes Ticket, das Sie online zusammen mit Ihrer Peleș-Buchung oder als Kombiticket kaufen können. Wenn Peleș den Glanz des ersten Königs von Rumänien zeigt, zeigt Pelișor das private Herz der Familie, die nach ihm kam — und ist die wenigen zusätzlichen Gehminuten sehr wert.
